|
Archtop-Germany Testberichte Kolani A 17 ON Jazzgitarre
Durch den Verzicht auf F-Löcher im Resonanzbereich der Decke wird der um den Steg herum schwingende Deckenbereich nicht „geschwächt“ und die Decke kann somit dünner ausgearbeitet werden. Dies führt zu einem deutlich lauteren, klareren und voluminöseren akustischen Klangverhalten als bei den üblichen F-Loch Archtops. Das gleiche Prinzip des „nicht gestörten Resonanzkörpers“ verwendet z.B. die amerikanische Gitarrenschmiede Takoma (www.takoma.com) und auch Gitarrenbaumeister Stef Andersen aus den USA (www.andersenguitars.com). Vor der Integration von Takoma ins Fender-Imperium wurden hier sehr hochwertige Jazz-Archtops, wie die AJF22CE5 mit dezentraler Schalllöffnung gebaut. Die A 17 ON wurde in der Gitarrenwerkstatt von Rainer Kolanowski (Halle/Saale) als besondere Jazzgitarre entwickelt und unter Verwendung hochwertigster Materialien anschließend gebaut. Rainer Kolanowski verwendet für diese Gitarre massive lange abgelagerte Klanghölzer wie Fichte im Deckenbereich und Ahorn für Boden, Zargen und Hals, die mit dunklen Holzbindings in Palisander zusammengefügt wurden.
Durch die sehr gute handwerkliche Arbeit in Verbindung mit bestem Material und einer hervorragenden Bespielbarkeit entstand eine besondere Jazz-Gitarre, die kein Liebhaber wertvoller Instrumente mehr hergeben wird. Der Klang der A 17 ON (A=asymetrische Kopfplatte, 17 '', O=ovales Schalloch, N=naturfarben, in diesem Falle mit leichter Tönung) ist in der Tat sehr differenziert, laut, dennoch weich und ganz ohne harte Obertonbereiche oder „wummige“ Bässe. Akkorde werden jazzig und klar aufgelöst, so dass die A17ON auch das ideale Instrument für reine Begleitungaufgaben in einer Band darstellt.
Die Bespielbarkeit des Halses ist optimal bei einer Sattelbreite von 44mm (54mm am 12. Bund) und einer Dicke von 21mm am Sattel. Die Saitenlage kann nach eigenem Gusto eingestellt werden und es wurde ein 11er Saitensatz DADDARIO EHR370 in „halfround“ gewählt, der der Gitarre das gewünschte klare und feine Klangbild verleiht. Aber auch bei der Saitenwahl kann natürlich -wie beim Pickup- beliebig variiert werden, um den Jazzsound zu modellieren. Als Pickup wurde ein Harry Häussel mit Ebenholz-Cover gewählt, der für seine feine akustische Wiedergabe geschätzt wird. Wer mehr Tiefe undPower wünscht, der kann zu entsprechenden Floating-Pickups (Kent Armstrong, AER, Atilla Zoller) greifen. Eingesetzt ist der Häussel-PU in einen schwarzen Rahmen, der schwebend am Halsende befestigt ist. Dadurch werden häßliche Befestigungsklammern oder die Integration in das Pickguard vermieden. Der Volumenregler befindet sich als Flachpoti mit Stellrad unsichtbar im Schallloch. Mehr zur Kolani A17ON unter www.kolani-gitarren.de Zur Übersicht der Testberichte
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
News Hersteller Spieler Händler CDs Zubehör Reparatur Award Workshops Tips Forum Kleinanzeigen Konzerte Photos In Art Meeting Impressum |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||