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Sonntag 18 X Augusta non cutaway
Sonntag 18 X Augusta non cutaway
Sonntag 18 X Augusta non cutaway

Sonntag 18X Augusta non cutaway von Wingolf Grieger

“Ich habe vor einigen Jahren angefangen, Rhythmusgitarre in einer Big Band zu spielen und habe schnell gemerkt, daß die gute alte Gibson ES 175 dafür nicht das richtige Instrument ist. Nach einem langen prüfenden Blick auf mein Sparkonto bin ich nach Augsburg gefahren zu Stefan Sonntag, um mir genau das bauen zu lassen, was ich wollte: Eine rein akustische, 18"-große X-bracing-Gitarre, die laut genug sein würde, um ohne Verstärkung (das war mir wichtig) in einer Big Band mithalten zu können.

Ich habe das Instrument seit 1 1/2 Jahren, und ich kann bis auf eine winzige Kleinigkeit keinen Makel an ihr finden. Ich habe jeden Quadratzentimeter abgesucht und nicht eine Spur von einer handwerklichen Unsauberkeit entdecken können. Binding, Mechaniken, Steg, Hals, Lackierung bis hin zum "Sonntag"-Logo: alles perfekt. Der Makel, damit wir's hinter uns haben: Die Saiten werden im Saitenhalter durch jeweils einen Tunnel geschoben, bis das Ballend sie stoppt. Der Zugang zu diesen Tunnels von der unteren Seite her liegt in einer Vertiefung und ist etwas eng; beim Saitenwechsel muß man, besonders bei dicken Saiten, ein bißchen fummeln.

Ich spiele D'Addario 0.14 Phosphor-Bronze mit einer Saitenauflage von ca. 4 mm im 12. Bund mit einen Jim Dunlop "Big Stubby"-Plektrum. Damit ist tatsächlich nur Rhythmus- Spielen à la Freddie Green möglich. Wie zu erwarten, war die Gitarre im ersten Jahr noch relativ leise und "unentwickelt", hauptsächlich in den höheren Frequenzen (ganz normal, beruhigte mich Stefan Sonntag). Inzwischen hat sie einen weitgehend ausgeglichenen Klang, der sogar meinen Mitmusikern immer wieder auffällt. Sie hat dieses volle, satte "grumpf grumpf" ( ich spiele ausschließlich zwei- bis dreistimmige Akkorde auf den Saiten 6, 4, 3), mit der dazugehörigen Menge Silber darüber. Und: Sie ist inzwischen richtig laut. Mal sehen, was die nächsten Jahre noch bringen. Ich muß aber dazu sagen: Mit Sicherheit spielt eine Rolle, daß sich meine Anschlag- und Greiftechnik genauso entwickelt haben wie die Gitarre.”

Wingolf Grieger O7.06.2005

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