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Archtop-Germany Special Die Höfner “Attila Zoller Award” -Spieler, Platten und die Gitarre-
Zu diesen Spielern gehören, natürlich neben Zoller selbst, u.a. auch Jimmy Raney und Peter Leitch. Beide kauften von Zoller eine der beiden blonden Prototypen des Modells “AZ Award”. Jimmy Raney nahm seine letzte CD (But Beautiful, Criss Cross Jazz 1065 CD) auf einer von Zoller geliehenen Award auf, die später Peter Leitch gehören sollte.
Peter Leitch, von dem später noch näheres zu lesen sein wird, war auf dieser Aufnahmesession dabei und erzählte mir folgendes dazu: „…So weit ich es verstanden habe, hatte er (AZ) sehr viel mit dem Design des Zoller Modells von Höfner zu tun… Jimmy Raney hatte auch Eine (Anm.: von Zoller bekommen). Meine, die zum dem Zeitpunkt aber noch Attila gehörte, spielte Raney auf seiner letzten Aufnahme, But Beautiful. Er kam von zu Hause aus Louisville, Kentucky nach New York ohne seine Gitarre, weil er wusste, dass er Die AZ Award von Jimmy Raney gehört heute seinem Sohn Doug. Attila Zoller selbst spielte, nach dem er die Gitarre von Höfner bekommen hatte, meistens auf diesen Modellen, zunächst auf den beiden Award-Prototypen, später meist auf einem Standard-Modell in Sunburst. Die hier gezeigten CDs sind beschränkt auf diejenigen, bei denen dei Höfner AZ auch auf dem Cover abgebildet ist.
Als Zoller Anfang 1997 absehbar sterbenskrank war, war es sein Wunsch, noch einmal in New York ein Standard-Programm aufzunehmen sowie ein letztes Konzert in Ungarn zu geben. Das Beste dieser beiden Termine sowie seine letzten Solo-Aufnahmen sind auf “The last recordings” enthalten. Hier zeigt Zoller trotz starker Medikamente noch einmal seine ganze Musikalität. Zoller starb am 25.01.1998 in Vermont.
“Autobiography” ist eine CD, in der Leitch seinen Tribut an seine Einflüsse, Vorbilder und musikalischen Freunde zollt zu denen, wie bereits erwähnt, auch Attila Zoller und Jimmy Raney gehörten. “Blues on the corner”, eine CD in Sextett-Besetzung, war für Peter eine gewinnende neue Kombination von neuen Stimmen und alten Freunden.
Zoller wandte sich mit seinen neueren Vorstellungen einer personalisierten Archtop-Gitarre nach dem vorläufigen Ende des Gitarrenbaus bei Framus an die zweite in Deutschland beheimatete Traditionsfirma des Gitarrenbaus: Höfner. Dort entstand nach längerer Zeit ertsmals wieder ein Archtop-Jazzgitarren-Modell mit massiver, ausgearbeiteter Fichtendecke, deren Preis sogar ca. 50% über dem damaligen Top-Modell des Herstellers lag.
Normalerweise verfügte die Gitarre über einen „Attila Zoller Floating Pick Up“ von Shadow. Das hier gezeigte Modell hatte nie einen Pick-Up an Bord, es ist sozusagen „jungfräulich“. Auch hat es ein Schlagbrett und die Verzierung des Saitenhalters aus Ebenholz. Normalerweise bestanden sie aus Rosenholz. Auffällig ist, dass die „AZ Award“ einen recht holzigen Charakter hat, ohne jedoch zum typischen „näseln“ der alten Höfner-Modelle zu neigen. Sie ist leichtgängig und flink, die Ansprache nahezu sensationell. Ein weiterer Gitarrist, der sich mit der Award beschäftigen konnte, Philipp Stauber, sagte: “Bemerkenswert ist die extrem gute Bespielbarkeit der Gitarre. Ein total angenehmes Spielgefühl. Sie hat sehr schöne angenehme Höhen, die nicht nerven; man bekommt sofort Lust, damit akustische Aufnahmen zu machen” Über die Award sagte Zoller selbst in einem Gespräch mit Helmut Kagerer: “Das wird mal eine Collectors-Guitar vom allerfeinsten”.
Noch ein kleines Schmankerl: Auf dem Cover von “Common Cause”, im Jahr 2007 von ENJA dankenswerterweise neu aufgelegt, ist Zoller mit einer Höfner AZ-Standard zu sehen. Das erste Jahr, in dem die Gitarre hätte hergestellt werden können, war 1982. Die Aufnahmen zur CD datieren aber auf 1979 :-)
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