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Archtop-Germany Vintage - “Gima” |
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Hallo liebe Archtop Freunde, mit diesem Artikel möchte ich eine wunderschöne Thinline Gitarre vorstellen welche von der Firma GIMA gebaut wurde. Ich habe mit Herrn Heinz-Günter Friedrich gesprochen und er hat meine GIMA Gitarre persönlich ca.1968 - 1970 gebaut. Er und sein Vater Heinrich Friedrich haben mir telefonisch Auskunft gegeben wofür ich mich noch einmal recht herzlich bedanken möchte. Die Firma GIMA (GItarrenbau MAssen) stammt aus dem Ort Massen bei Unna und ist 1980 nach Esterwegen (Gitarrenbau Massen GmbH - Musikhaus Friedrich 26897 Esterwegen, Bockhorster Str. 14 Tel.: 05955/432) gezogen und betreibt dort Heute ein Musikgeschäft und es werden dort auch noch Gitarren unter dem Namen GIMA verkauft. www.voss-musik.de Heinrich Friedrich hat bei der Firma Voss Musik GmbH 1949 als Buchhalter angefangen und gegründet wurde die Voss Musik GmbH 1946. Er begann aber neben seiner Tätigkeit als Buchhalter auch mit dem Instrumentenbau und vor allem als der Film "Der dritte Mann" erschien baute er, aufgrund vieler Nachfragen, Akkordzithern. 1957 entstand die Firma GIMA und er baute zusammen mit einem Geigenbauer der gebürtig aus Erlbach bei Markneukirchen stammte und Rolf Meinel hieß. Die Voss-Musik war 1984 einer der größten Großhandlungen und in diesem Jahr bekam der Alleininhaber einen schweren Schlaganfall und da keine Erben vorhanden waren, erhielt Herr Heinrich Friedrich von der Ehefrau des Inhabers den Auftrag die Firma abzuwickeln, d.h. es war ein Warenlager von rund 20 Millionen vorhanden, Forderungen in gleicher Höhe, 85 Angestellte und Gebäude von rund 8000 qm sowie etliche Fahrzeuge.
Details zu meiner Gitarre
Später wurde noch eine Schaltung wie folgt entworfen: 1. Humbucker beide TA nebeneinander
In dem von mir gezeigten Typ ist ein eingebauter Verzerrer, welcher über eine Batterie gespeist wird. Diese Batterie sitzt hinter der runden Chromplatte. Herr Heinz-Günther Friedrich sagte mir dass es sogar noch ein Modell mit zusätzlichem Wah-Wah gab.
Der Lack ist kein Nitrolack sondern ein Polyester Lack* der damals auch von Herrn Heinrich Friedrich bei der Fa. Glasurit von 1958 – 1959 mitentwickelt wurde und sich auch heute noch in einem sehr guten Zustand befindet. Am Bau und an dem Design der Gitarre hat ein Gitarrenbauer Namens Helmut Buchsteiner aus Österreich mitgearbeitet welcher in Amerika für die Firma GUILD tätig war und später Lehrer an der Instrumentenbau Schule Mittenwald wurde .Herr Heinrich Friedrich hat gemeinsam mit Herrn Buchsteiner die Gitarre 67/68 entworfen. Von Diesem Modelltyp wurden ca. 100 Exemplare gebaut.
Ein ganz besondere Gitarrentyp war eine 7 Saitige Gitarre welche für den osteuropäischen und russischen Markt gebaut wurde als Westerngitarre mit Stahlsaiten und als 7 Saitige Klassikgitarre mit Nylonsaiten. Ich habe bis jetzt nur Fotos dieser Thinline Gitarre von GIMA, falls jemand noch weiteres Info Material wie zum Beispiel Fotos oder gar alte Voss Kataloge hat wäre ich sehr an einer Kopie Interessiert. Bitte einfach an lob.entertainment@t-online.de schicken. * Polyester-Lack lohnt sich nur bei grösseren Stückzahlen, da der Lack nur kurzfristig lagerfähig ist (d.H. zumindest in den 60iger, 70iger Jahren, eine Lackierung drei mal naß in naß erfolgenmuss (genügender Lackauftrag) und das in einem bestimmten Abstand. (Laut Aussage von Herrn Friedrich) Stefan Lob
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