Archtop Germany  Konzertberichte

Ali Claudi & Ansgar Specht Trio
04.11.2011 in Neuss

Ali&Ansgar_07Am Freitag, dem 4. November 2011, gaben sich die beiden excellenten Gitarristen Ali Claudi und Ansgar Specht die Ehre eines gemeinsamen Konzertes im Börsencafé in Neuss. Um es kurz zu machen: Es war ein wunderbarer und kurzweiliger Abend mit musikalischen Hochgenüssen.

Ansgar hatte seinen Bassisten Michael Wächter mitgebracht und so betraten die Drei um kurz nach acht gemeinsam die Bühne, um sich in dieser nicht ganz so häufig anzutreffenden Besetzung daran zu machen, das Publikum im gut gefüllten Börsencafé zu begeistern, was Ihnen, wie es den Eindruck erweckte, „mühelos“ gelang.

Ali&Ansgar_17Die von ihnen ausgewählten Jazz-, Swing- und Latin-Stücke, die in drei Blöcken präsentiert wurden, kamen beim Publikum gut an und so mancher ertappte sich dabei, mit den Füßen und/oder Händen „mitzutakten“. Da wurde u. a. Ray Charles’ Klassiker „You don´t know me" intoniert und von Ali gesungen, Stücke von Gershwin, Musik aus „Die fabelhaften Baker Boys“, Black Orpheus, Ansgar brachte seine Version von Stevie Wonders „Is'nt she lovely“ und gewann diesem Ohrwurm neue, unbekannte Facetten ab. Das Konzert endete mit einer Zugabe „Girl from Ipanema“, das Ali sang und beide gitarristisch überzeugend umsetzen.

Obwohl Ali und Ansgar bislang noch nie zum gemeinsamen Spiel zusammengefunden hatten, klang es so, als hätten sie nie etwas anderes gemacht. Sie warfen sie gegenseitig die Bälle zu, harmonierten und ergänzten sich mit ihrem doch recht unterschiedlichen Spiel ungemein.

Zu beiden muss man eigentlich aufgrund ihres Bekanntheitsgrades nichts mehr sagen, aber ich „muss“ ja diese Zeilen füllen *smile*:

Ali&Ansgar_03Während Ali mit seinen kräftigen, schnellen und deutlich vom Blues beeinflussten Solis auf seiner Slaman Custom überzeugte, nahm Ansgar diese Fäden mit seiner Gibson L5 auf, ergänzte sie und begeisterte durch ein feinsinniges und facettenreiches Spiel. So kam es, dass die beiden immer wieder als Einheit zu sehen waren und die Titel wie aus einem Guss präsentiert wurden.

Während Ali Claudi auf einen von Thomas Carlitz gebauten Röhrenamp (ThreeMan) setzte, spielte Ansgar über einen "uralten" Roland JC 50 mit Transistortechnik und setzte hier und da (sehr sparsam) eine DD3 Digital Delay ein.

 

Unterstützend kam die Begleitung des überaus versierten Bassisten Michael Wächter hinzu. Wie eingangs erwähnt, ein kurzweiliger und vergnüglicher Abend.

Thomas Schröer

Links:   Ali Claudi  Ansgar Specht  Übersicht der Konzertberichte

News  Hersteller  Spieler  Händler  CDs  Zubehör  Reparatur  Award   Workshops

Tips  Forum  Kleinanzeigen  Konzerte  Photos  In Art  Meeting  Impressum