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Lorenzo Petrocca in Afrika

Gruppenbild Maputo-Airport“Als mich Anfang September 2005 ein Anruf aus Mozambique erreichte und der italienische Vizebotschafter Enrico De Agostini fragte, ob ich Mitte Oktober mit meinem Trio in Maputo (der Hauptstadt von Mozambique) und in Südafrika spielen wollte, da konnte ich es mir nicht so recht vorstellen, dass wir NUR 6 Wochen später tatsächlich dort sein würden.

Aber alles der Reihe nach: Nachdem alle Formalitäten wie Hotel, Flug, Equipment, Impfungen und und und... telefonisch und via Email erledigt waren saßen mein Bruder Franco, der Bassist, Armin Fischer, mein Drummer und ich im Flugzeug Richtung Lissabon/Portugal. Wir hatten dort, Gott sei Dank, einen 6-stündigen Aufenthalt und so
Maputokonnten wir eine der schönsten Städte Europas besichtigen! Abends
um 22.00 Uhr ging es dann weiter nach Maputo…AFRIKA!

Im Flugzeug trafen wir dann auf die zweite (italienische) Band, die auf dem Festival in Maputo engagiert war. Es war das Quintett von Drummer Calogero Marrali, einer meiner besten Freunde.

Am darauf folgenden Tag, nach 12 Stunden Flug, landeten wir sicher in Maputo. Es war nicht so heiß wie ich erwartet hatte. Das erste was mir auffiel war wie kaputt die Stadt war, aber trotzdem schön ...eine seltene Schönheit… die Straßen waren mit Menschen überfüllt. Dort spielt sich das
JamsessionLeben auf der Straße ab. Ich wurde sehr bald mit der Tatsache konfrontiert, dass die Leute dort WIRKLICH ARM sind… und schnell wurde mir klar: MEIN GOTT GEHT ES MIR/UNS GUT!!!

Am nächsten Tag gab ich einen Workshop. Es waren 6 Gitarristen da. Das Niveau war gut. Sie waren alle sehr nett, sehr interessiert, und hatten auch gute Fragen vorbereitet. Schnell kamen wir dann auf die verschiedenen Gitarrenmodelle zu sprechen. Und wie in Europa und Deutschland die Gitarrenszene ist. Das war für mich eine gute Gelegenheit, die Jungs auf ARCHTOP-GERMANY aufmerksam zu machen! Die Musiker dort haben natürlich nicht die finanziellen Möglichkeiten die wir haben und
Jamsessionkönnen solche Instrumente wie wir sie kaufen nicht bezahlen. Auch gibt es dort praktisch keine „Berufsmusiker“. Obwohl das Niveau gut wäre, müssen alle Musiker, die ich kennen gelernt habe einem normalen Beruf nachgehen (falls sie das Glück haben überhaupt einen Job zu haben!).

Wir hatten noch paar Tage frei bis zum Konzert, so konnten wir Märkte, Clubs (dort gibt es einen Jazz Club!) Museen, wichtige Gebäude besichtigen, Lustig war, dass ich die ganze Zeit das Gefühl hatte, ich bin in einem lateinamerikanischen Land - Kuba oder so! Das lag daran, dass die Landessprache in Mozambique portugiesisch ist (Mozambique war portugiesische Kolonie), was ich ganz gut
Petrocca mal 2verstehe. Wir wurden die ganze Zeit über von Vizebotschafter de Agostini (auf dem Gruppenfoto liegend) und seiner Sekretärin Simonetta begleitet. Sie waren fantastisch zu uns!

Wir hatten auch Gelegenheit eine Session zu spielen. Die Musiker / Leute dort sind sehr warmherzig, spontan.

Nach unserem ersten Auftritt, der sehr gut lief, fuhren wir nach Südafrika. Wir spielten dort zwei Gigs im Krüger Nationalpark!
 

Tja, was soll ich zum Schluss sagen? Ich bin sehr dankbar, dass ich dieses Land mit seinen Leuten kennen lernen durfte. Es war eine große menschliche Erfahrung für mich.
Danke für euer Interesse!”

Lorenzo Petrocca

 

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