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Archtop Germany Konzerte Stauber & Kagerer Four an 11.11.07 in Bad Aibling
War es im letzten Jahr Bireli Lagrene, der mit seinem Quartett Furore machte, so ist es dieses Mal das Quartett um Phillip Stauber und Helmut Kagerer, das für große Begeisterung im Publikum sorgte. Es war ein großer Wurf für Philipp Stauber, als er Helmut Kagerer, einen der wichtigsten europäischen Jazzgitarristen, für ein gemeinsames Projekt in der Besetzung mit zwei Archtops, Kontrabass und Schlagzeug gewinnen konnte. Premiere dieses Projektes war das Konzert in Bad Aibling.
Und da hat er genau den richtigen dabei: Michel Keuls Spiel ist ein Genuss; einer der hochmusikalisch spielenden Drummer, bei dem man das Wort Schlagzeuger neu definieren muss, swingend und groovend streicht er auch mal seine Becken, setzt sanfte Schläge, ja stupst in einer ruhigen Ballade auch mal ein Becken mit dem Zeigefinger an; einer der auch kleinste rhythmische Nuancen im Spiel des Solisten aufnimmt, dabei niemals aufdringlich ist. Auch seine Soli sind eher leicht, filigran und ebenfalls sehr musikalisch.
Seine Soli, gestrichen und gezupft, sind sehr schön, hochinteressant, virtuos und melodiös gleichermaßen. Auch mit dem Bogen zeigt er eine sehr saubere Intonation. Den Titel “Bester Solist” beim “Neuen Deutschen Jazzpreis 2007” hat er sich auf alle Fälle verdient. Es macht großem Spaß, diesem Quartett zuzuhören. Gerade dadurch, dass beide Gitarristen unterschiedliche musikalische Ansätze zeigten, war das Ganze sehr kurzweilig. Angenehm, dass auch andere Besetzungen gepflegt wurden. Neben den bereits erwähnten gab es noch eine wunderschöne Solo-Einlage von Helmut Kagerer, die den geneigten Zuhörer in die differenzierte Welt harmonischer Finesse entführte und wieder ankommen ließ. Auch die Triobesetzung mit Philipp Stauber, der eine blitzsauber arrangierte Version von “My foolish heart” zelebrierte, war ein Genuss. Er hat bei diesem Konzert erneut bewiesen, das er zu den großen Spielern in Deutschland mit dazu gehört. Das Konzert endet nach zwei lautstark geforderten Zugaben so, wie es begonnen hat; im Duo der beiden Archtopper, die das Publikum mit dem Gefühl zurücklassen, dass man es noch einmal hören möchte, dieses Quartett. Andreas Polte
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