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Archtop-Germany Tips: Feedback |
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Höhere Lautstärken – auch mir akustische Archtops Anlässlich einer Biertischdiskussion (wer kann lauter?) unter ein paar Jazzgitarristen, habe ich zunächst bei BTM Guitars – meinem Lieblingsgitarrenladen in Nürnberg folgende Versuchsreihe unternommen: Testamp: AER Compact 60 II – EQ und Vorstufe in Mittelstellung Gitarren: Meine Strohmer S 100, eine vollmassive 17“ mit einem floating Dommenget Jazzbucker; akustisch sehr laut. Eine Gibson L4 CES, massive Fichtendecke, massiver 16“ Mahagoni Korpus. 2 Gibson Humbucker in die Decke implantiert. Akustisch gespielt sehr leise. Eine Gibson Herb Ellis, 16“ Sperrholz mit einem Floating BJB, akustisch gespielt etwas lauter als die L4. Bei kammermusikalischer Lautstärke klangen die Gitarren wie man es von ihnen erwartet. Die Strohmer sehr warm, fein akzentuiert, akustisch mit allen Nuancen einer feinen Fichtendecke und eines Ahornkorpusses. Die L 4 Gibsontypisch fett und punchig – eine sehr warm klingende E –Gitarre Die Herb Ellis hat den typischen Sound der 60er: cool, klar und trotzdem irgendwie holzig. Der Versuch einer Klangbeschreibung ist selbstverständlich anfechtbar und subjektiv, aber so haben Thomas Gedon und ich es empfunden. Der nächste Schritt: mehr Power! Dann wurde die Lautstärke gesteigert – glücklicherweise war zu dieser Zeit im Laden nicht soviel los. Überraschenderweise zeigte die L4 vor allen anderen deutliches Feedback, welches dann schon nicht mehr kontrollierbar war, als es mit den anderen Gitarren noch einigermaßen funktionierte. Die Herb Ellis hat durch den sehr festen, wenig schwingungsfreudigen Korpus auch in der Gleichmäßigkeit der einzelnen gegriffenen Töne am längsten durchgehalten. Das heißt, dass über das Griffbrett die Töne eine relativ gleichmäßige Lautstärke behielten. Der Klang natürlich durch den Sperrholzkorpus weniger farbig und ein bisschen eindimensional (Geschmacksache!!!) . Die Strohmer hielt in Bezug auf einsetzendes Feedback ungefähr gleichlang durch, aber die Lautstärke einzelner Töne wurde sehr unterschiedlich – wohl wegen der sehr resonanten Bauart. Im Laden hing auch eine Höfner Jazzica, die zwar nicht getestet wurde, aber über Stopfen für die F Löcher verfügte.
Dies tat er wie alles wunderschön mit der CNC Fräse und aus Ebenholz, also keine Verunstaltung des Instruments. Das Ergebnis war überzeugend: Der Ton bleibt bei großer Lautstärke immer noch sehr gleichmäßig und Feedback setzt nun sehr, sehr viel später ein. Ein paar Feinheiten im Ton gehen zwar verloren, das ist jedoch minimal. Eigentlich geht jetzt eher mein AER in die Knie als die Strohmer. Ich habe mir gleich mal einen Fender Twin angesehen... Das ganze funktioniert auch zum Üben in hellhörigen Wohnungen oder Hotelzimmern. Vielleicht kann der eine oder andere mit dieser Anregung etwas anfangen! Keep swingin` Thomas Glöckner
Noch ein Tip zur Feedbackreduzierung: Als Rechthändiger Spieler den Amp schräg links hinter sich stellen. Der Körper steht so zwischen Schallquelle und Gitarre und vermindert so den Effekt, dass der Schall den Gitarrenkorpus zum Resonieren bring. (ap)
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